Wie sieht eine Akkreditierung zum MFI aus?
Nicht jede Firma kann in Deutschland Mikrokredite vergeben. Dies liegt nicht nur an
den fehlenden Kompetenzen, sondern auch an den diffizilen rechtlichen
Rahmenbedingungen, welche bei der Kreditvergabe in Deutschland beachtet
werden müssen. Nur eine Bank darf in Deutschland eine bestimmte Summe als
Kredit ausgeben und kein anderer Protagonist ist dazu berechtigt. Diese Vorschrift
wurde mit Hilfe einer kooperierenden Bank eingehalten. So ist es durch die
Arbeitsteilung der Mikrofinanzinstitute (MFI) und der GLS Bank möglich in Deutschland
Mikrokredite anzubieten, ohne horrende Zinsen ansetzen zu müssen.
Welche Bedingungen muss ein MFI erfüllen?
Um dafür Sorge zu tragen, dass wirklich nur Mikrofinanzierer tätig sind, welche sich eingehend mit dem Thema
auseinandergesetzt haben und von der Idee überzeugt sind, wurde eine Akkreditierungspflicht eingeführt. Sinn hinter
dem Akkreditierungsprozess ist die dadurch mögliche Feststellung der Ernsthaftigkeit der Bewerbung und die gleichzeitige
Einführung in das Modell in Deutschland. Zudem werden in dem Akkreditierungsprozess Methodiken weitergegeben und
Erfahrungen untereinander ausgetauscht. Die Akkreditierung erfolgt in mehreren Staffeln, wo nach und nach Bewerber
ausgesiebt werden. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, wie zum Beispiel mangelnde methodische Fertigkeiten,
fehlende Überzeugung von der Idee oder Ähnliches. Zudem kann in den Schulungen gesehen werden, ob das Unternehmen,
welches sich beworben hat, das gewisse Maß an Bauchgefühl hat, um die doch etwas schwierigeren Kunden richtig einschätzen zu können.
Wurde ein Bewerber zu allen Veranstaltungen und Schulungen eingeladen wird es abschließend akkreditiert und kann in
Kooperation mit der GLS Bank Mikrokredite an Kleinstunternehmen und Existenzgründer vergeben. Bei weiterem Interesse
gibt es einen Überblick auf Mikrofinanzierungen.eu.